Das Abschneiden dicker Äste (z.B. an Bäumen oder großen Sträuchern) ist eine anspruchsvolle Arbeit, die sowohl statische, biologische als auch sicherheitstechnische Aspekte berührt. Dicke Äste tragen häufig ein großes Eigengewicht und sind Teil der Statik der Krone. Falsch gesetzte Schnitte, zu große Wunden oder „Stummelschnitte“ können zu Fäulnis, Stabilitätsverlust und langfristigen Schäden am gesamten Baum führen. Gleichzeitig ist das Entfernen dicker Äste in manchen Fällen unvermeidlich – etwa bei starkem Totholz, bei Ästen, die in Haus, Dach oder Leitungen hineinwachsen, oder bei massiven Schäden durch Sturm, Pilze oder Risse.
Fachgerecht wird ein dicker Ast meist in mehreren Schritten entfernt, um Ausrisse an der Rinde und am Stamm zu vermeiden. Zunächst wird ein Entlastungsschnitt von unten angesetzt, einige Zentimeter vom Stamm entfernt, dann von oben weiter außen eingesägt, sodass der Ast an dieser Stelle bricht, ohne die Stammrinde abzureißen. Erst danach wird der verbleibende Stummel sauber in Stammnähe gekürzt – immer knapp außerhalb des sogenannten Astkragens, jener leichten Wulst am Ansatz, in der besonders viel Regenerationsgewebe sitzt. Ein Schnitt direkt „bündig zum Stamm“ ist dabei ebenso ungünstig wie das Stehenlassen langer Stummel, da in beiden Fällen die natürliche Überwallung gestört wird.
Die Wahl des Zeitpunktes spielt ebenfalls eine Rolle. Viele Gehölze tolerieren Schnitt an dicken Ästen am besten in der Vegetationsruhe oder im späten Winter, wenn weniger Saftdruck herrscht und die Pflanze in der kommenden Saison rasch mit Wundverschluss reagiert. Einige Arten (z.B. Kirsche, Walnuss) werden dagegen eher im Sommer bei warmem, trockenem Wetter geschnitten, um „Bluten“ und Infektionen zu minimieren. Nach dem Schnitt sollten Wunden glatt und sauber sein; großflächige Wundverschlüsse werden heute zurückhaltender eingesetzt, da die Baumphysiologie auf natürlichen Wundverschluss ausgelegt ist – Ausnahmen gelten bei bestimmten Arten, großen Wunden oder besonderen Infektionsrisiken.
Beim Arbeiten selbst hat Sicherheit höchste Priorität: Das Hantieren mit Säge oder Motorsäge in der Höhe, ggf. auf Leitern oder im Baum, erfordert Erfahrung, Sicherungstechnik und geeignete Ausrüstung. In problematischen Fällen ist es ratsam, Fachleute hinzuzuziehen, die mit Seilklettertechnik oder Hubarbeitsbühne arbeiten. Ein falsch gefällter dicker Ast kann erheblichen Schaden anrichten – an Personen ebenso wie an Gebäuden und am verbleibenden Baum.
Vorteile des fachgerechten Abschneidens dicker Äste:
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Dicke Äste abschneiden
Das Abschneiden dicker Äste (z.B. an Bäumen oder großen Sträuchern) ist eine anspruchsvolle Arbeit, die sowohl statische, biologische als auch sicherheitstechnische Aspekte berührt. Dicke Äste tragen häufig ein großes Eigengewicht und sind Teil der Statik der Krone. Falsch gesetzte Schnitte, zu große Wunden oder „Stummelschnitte“ können zu Fäulnis, Stabilitätsverlust und langfristigen Schäden am gesamten Baum führen. Gleichzeitig ist das Entfernen dicker Äste in manchen Fällen unvermeidlich – etwa bei starkem Totholz, bei Ästen, die in Haus, Dach oder Leitungen hineinwachsen, oder bei massiven Schäden durch Sturm, Pilze oder Risse.
Fachgerecht wird ein dicker Ast meist in mehreren Schritten entfernt, um Ausrisse an der Rinde und am Stamm zu vermeiden. Zunächst wird ein Entlastungsschnitt von unten angesetzt, einige Zentimeter vom Stamm entfernt, dann von oben weiter außen eingesägt, sodass der Ast an dieser Stelle bricht, ohne die Stammrinde abzureißen. Erst danach wird der verbleibende Stummel sauber in Stammnähe gekürzt – immer knapp außerhalb des sogenannten Astkragens, jener leichten Wulst am Ansatz, in der besonders viel Regenerationsgewebe sitzt. Ein Schnitt direkt „bündig zum Stamm“ ist dabei ebenso ungünstig wie das Stehenlassen langer Stummel, da in beiden Fällen die natürliche Überwallung gestört wird.
Die Wahl des Zeitpunktes spielt ebenfalls eine Rolle. Viele Gehölze tolerieren Schnitt an dicken Ästen am besten in der Vegetationsruhe oder im späten Winter, wenn weniger Saftdruck herrscht und die Pflanze in der kommenden Saison rasch mit Wundverschluss reagiert. Einige Arten (z.B. Kirsche, Walnuss) werden dagegen eher im Sommer bei warmem, trockenem Wetter geschnitten, um „Bluten“ und Infektionen zu minimieren. Nach dem Schnitt sollten Wunden glatt und sauber sein; großflächige Wundverschlüsse werden heute zurückhaltender eingesetzt, da die Baumphysiologie auf natürlichen Wundverschluss ausgelegt ist – Ausnahmen gelten bei bestimmten Arten, großen Wunden oder besonderen Infektionsrisiken.
Beim Arbeiten selbst hat Sicherheit höchste Priorität: Das Hantieren mit Säge oder Motorsäge in der Höhe, ggf. auf Leitern oder im Baum, erfordert Erfahrung, Sicherungstechnik und geeignete Ausrüstung. In problematischen Fällen ist es ratsam, Fachleute hinzuzuziehen, die mit Seilklettertechnik oder Hubarbeitsbühne arbeiten. Ein falsch gefällter dicker Ast kann erheblichen Schaden anrichten – an Personen ebenso wie an Gebäuden und am verbleibenden Baum.
Vorteile des fachgerechten Abschneidens dicker Äste:
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