Brombeeren (sowohl die klassischen Gartenbrombeeren als auch viele neuere, dornenlose Sorten) gehören zu den Sträuchern, deren Ertrag und Gesundheit stark vom richtigen Schnitt abhängen. Entscheidend ist dabei das Wachstumsprinzip: Die Pflanze bildet im ersten Jahr lange, kräftige Ruten (einjährige Triebe), die im zweiten Jahr Blüten und Früchte tragen und anschließend absterben. Ohne regelmäßigen Schnitt entsteht rasch ein undurchdringliches, verfilztes Gestrüpp, das schlecht belüftet ist, wenig trägt und stark krankheitsanfällig wird.
Der beste Zeitpunkt, Brombeeren zu schneiden, liegt entweder direkt nach der Ernte im Spätsommer/Herbst oder – vor allem in kälteren Regionen – im zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb richtig beginnt. Zuerst identifiziert man die abgetragenen Zweijährigen: Sie sind meist dunkler, spröder und tragen noch Reste von Frucht- oder Blütenständen. Diese alten Ruten werden bodennah entfernt, damit sie keine Kraft mehr verbrauchen und Platz für junge, kräftige Triebe machen. Von den einjährigen Ruten, die im kommenden Jahr tragen sollen, lässt man nur eine begrenzte Zahl stehen – je nach Sorte und Pflanzkraft etwa vier bis acht besonders kräftige Ruten pro Pflanze. Zu viele Triebe führen zu übermäßig dichter Belaubung und kleiner, schlecht ausgereifter Frucht.
Die ausgewählten Tragruten werden an einem Spalier, Drahtgerüst oder anderen Rankhilfen fächerförmig angebunden. Dadurch erhalten alle Bereiche ausreichend Licht und Luft, was sowohl die Reife als auch die Gesundheit der Beeren verbessert. Seitentriebe können moderat eingekürzt werden, um die Verzweigung zu fördern und die Fruchttriebe kompakt zu halten. Schwache, sehr dünne oder beschädigte Triebe werden vollständig entfernt, damit die Pflanze ihre Kraft auf qualitativ hochwertige Ruten konzentriert. Im Laufe der Saison ist es sinnvoll, überlange, stark wuchernde Triebe immer wieder zu lenken und bei Bedarf etwas zu kürzen, damit sie nicht Wege zuwuchern oder andere Pflanzen überwuchern.
Neben der Ertragssteigerung spielt der Schnitt auch eine wichtige Rolle für die Pflanzengesundheit. Dichte, immer feuchte Bestände sind ein idealer Nährboden für Pilzkrankheiten. Durch das Auslichten und die geordnete Führung der Ruten trocknet das Laub nach Regen oder Tau schneller ab, und auch Schädlinge können sich weniger unbemerkt in den Beständen halten. Gleichzeitig wird die Erntearbeit erheblich erleichtert: Die Beeren sind gut zugänglich, man verletzt sich seltener an Dornen (oder kann bei dornenlosen Sorten besonders effektiv ernten), und es fallen weniger Früchte zu Boden.
Vorteile des Brombeeren-Schneidens:
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Brombeeren schneiden
Brombeeren (sowohl die klassischen Gartenbrombeeren als auch viele neuere, dornenlose Sorten) gehören zu den Sträuchern, deren Ertrag und Gesundheit stark vom richtigen Schnitt abhängen. Entscheidend ist dabei das Wachstumsprinzip: Die Pflanze bildet im ersten Jahr lange, kräftige Ruten (einjährige Triebe), die im zweiten Jahr Blüten und Früchte tragen und anschließend absterben. Ohne regelmäßigen Schnitt entsteht rasch ein undurchdringliches, verfilztes Gestrüpp, das schlecht belüftet ist, wenig trägt und stark krankheitsanfällig wird.
Der beste Zeitpunkt, Brombeeren zu schneiden, liegt entweder direkt nach der Ernte im Spätsommer/Herbst oder – vor allem in kälteren Regionen – im zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb richtig beginnt. Zuerst identifiziert man die abgetragenen Zweijährigen: Sie sind meist dunkler, spröder und tragen noch Reste von Frucht- oder Blütenständen. Diese alten Ruten werden bodennah entfernt, damit sie keine Kraft mehr verbrauchen und Platz für junge, kräftige Triebe machen. Von den einjährigen Ruten, die im kommenden Jahr tragen sollen, lässt man nur eine begrenzte Zahl stehen – je nach Sorte und Pflanzkraft etwa vier bis acht besonders kräftige Ruten pro Pflanze. Zu viele Triebe führen zu übermäßig dichter Belaubung und kleiner, schlecht ausgereifter Frucht.
Die ausgewählten Tragruten werden an einem Spalier, Drahtgerüst oder anderen Rankhilfen fächerförmig angebunden. Dadurch erhalten alle Bereiche ausreichend Licht und Luft, was sowohl die Reife als auch die Gesundheit der Beeren verbessert. Seitentriebe können moderat eingekürzt werden, um die Verzweigung zu fördern und die Fruchttriebe kompakt zu halten. Schwache, sehr dünne oder beschädigte Triebe werden vollständig entfernt, damit die Pflanze ihre Kraft auf qualitativ hochwertige Ruten konzentriert. Im Laufe der Saison ist es sinnvoll, überlange, stark wuchernde Triebe immer wieder zu lenken und bei Bedarf etwas zu kürzen, damit sie nicht Wege zuwuchern oder andere Pflanzen überwuchern.
Neben der Ertragssteigerung spielt der Schnitt auch eine wichtige Rolle für die Pflanzengesundheit. Dichte, immer feuchte Bestände sind ein idealer Nährboden für Pilzkrankheiten. Durch das Auslichten und die geordnete Führung der Ruten trocknet das Laub nach Regen oder Tau schneller ab, und auch Schädlinge können sich weniger unbemerkt in den Beständen halten. Gleichzeitig wird die Erntearbeit erheblich erleichtert: Die Beeren sind gut zugänglich, man verletzt sich seltener an Dornen (oder kann bei dornenlosen Sorten besonders effektiv ernten), und es fallen weniger Früchte zu Boden.
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